
Kurzweilige und verständliche Einführung für jung und alt - Jetzt hab ich Jostein Gaarders wunderschönes Buch doch noch einmal gelesen. Eine Einführung in die Geschichte der Philosophie auf hoher literarischer Spannungsebene. Das Abenteuer beginnt mit einem Zettel, den die 15jährige Sophie Amundsen im Briefkasten finden. Auf dem Zettel steht nur Wer bist du?.Nein, eigentlich beginnt alles am Anfang, als Sophie sich auf dem Heimweg von der Schule mit Jorunn unterhielt. Jorunn war ein Schulkamerad und hielt das menschliche Gehirn für einen komplizierten Computer. Sophie war nicht so sicher, ob sie da zustimmte. Ein Mensch musste doch mehr sein als eine Maschine?Eingebettet in eine Geschichte, die jedem Kinder- und Jugendbuch zur Ehre gereichen würde, wird nebenbei die Entstehung der Philosophie offenbar, von den alten Mythen bis zur Jetztzeit. Alle relevanten Philosophen und ihre Philosophien werden innerhalb des äußeren Erzählrahmens mit einfachen Worten und sehr verständlich dargestellt.So ist der Roman auch empfehlenswert für Erwachsene, die sich nie mit dieser Wissenschaft wirklich anfreunden konnten oder nie einen entsprechenden Zugang zu ihr fanden. Sophies Welt ist weder ein dogmatisches, noch ein didaktisches Buch: Es ist eine entwicklungsgeschichtliche Reise durch die Zeit mit dem Schwerpunkt nach der Sinnfrage, die in verschiedenen Epochen verschieden beantwortet wurde und von den Ideenwelten der Alten bis zur Neuzeit wird kaum ein wichtiges Faktum übergangen.Besonders zu erwähnen sei zum Schluss, dass wir hier philosophisches Denken lernen, ohne dass es schmerzt und ohne dass wir es überhaupt groß wahrnehmen. Am Ende wissen und verstehen wir mehr und haben doch nicht auf ein großes Leseerlebnis verzichtet, das uns in ein fiktives Leben einband und mitfiebern ließ wie in einem spannenden Kriminalroman.Jostein Gaarder ist nicht nur ein begnadeter Erzähler, dessen Worte mitreißen, er ist auch ein kompetenter Wissender, der sein Wissen gerne teilt und wohl eine höllische Freude daran hat, der Philosophie ein Denkmal zu setzen. Das einzige, was wir brauchen, um gute Philosophen zu werden, ist die Fähigkeit, uns zu wundern ... So seine Prämisse. Das mag für manche wie eine Binsenwahrheit unter Philosophen klingen, nur: Gaarder lebt sie, Sophie lebt sie. Und du?
Eindrücke aus meiner Sicht, mein Bericht zu Sofies Welt - Ich bin ein philosophisches Greenhorn, bin ursprünglich Rationalist und beschäftige mich generell eher mit wirtschaft und Zahlen.Zum Buch kam ich durch einen Leseclub. Sofies Welt, ich emfpinde das Buch nicht unbedingt als Kinder- und Jugendbuch! Es braucht viel Offenheit und Flexibilität beim Lesen. Hier taucht man in eine surreale Geschichte ein. Durch einfache Verankerungen (weißes Kaininchen, das Mädchen mit den Schwefelhölzchen z.b. für Marx) wird die Geschichte der Philosophie dargeboten.Geballtes Wissen wird hier in Erzählform dargeboten, ein wenig bleibt uns nach dem Lesen im Gedächtnis zurück. Vermutlich muss man das Buch mehrmals lesen?Auf jeden Fall geniales Buch, gute Idee und Umsetzung. So macht Allgemeinbildung Spaß!
Stil ist eine Geschmacksfrage - Als diese Buch das erste Mal veröffentlicht wurde, habe ich es mir kurzerhand gekauft. Ich werde es nie vergessen, da es eine Besonderheit an sich hat: Es war mein erstes (von mittlerweile 3 Büchern) welches ich unbeendet zur Seite gelegt habe. Nachdem ich voller Begeisterung Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise gelesen habe, habe ich mich nun - viele Jahre später - nocheinmal an Sofies Welt gewagt. Ich finde es nach wie vor unvergleichlich hölzern und zuweilen belehrend geschrieben und habe es wieder nicht beendet. Es wird wirklich nur Basiswissen vermittelt. Wegen des mittlerweile geringen Preises und weil der Stil des Autors ja doch sehr subjektiv wahrgenommen wird, vergebe ich aber noch 2 Sterne.
Gute Idee, durchschnittliche Umsetzung - Das erste Ziel das Jostein Gaarder mit Sofies Welt sicherlich hatte war dem Leser die Geschichte und Gedanken der Philosophie häher zu bring,en. Dies ist ihm auch sicherlich gelungen. Und das in einer verständlichen Art und Weise. Allerdings sollte ein Roman auch unterhalten können und dies misslingt meines Erachtens völlig. Es ist schwer bei der sehr langatmigen Rahmenhandung am Ball zu bleiben. Die rund 600 Seiten tuen ihr übriges dazu. Für mich blieb als Fazit, ob es nicht besser gewesen wäre, ein Sachbuch über die Geschichte der Philosophie zu lesen.
gute Einführung - Ich habe Sofies Welt gerade fertig gelesen und bin begeistert davon, wie Gaarder soviel Phiolophie Geschichte in einen Roman packt der von einer entzückenden Story handelt - wunderbar! Wunderbar, dass es einen veranlasst sich über die Seins-frage auseinanderzusezten. Ich denke, dass es sehr wichtig ist, sich mit solchen Fragen im Laufe des Lebens zu beschäftigen. Leider fand ich das Ende mit dem Gartenfest ein wenig zu verwirrend und undruchsichtig. Sofie bejat auch alles nur und zeigt sich nicht kritisch. Meiner Meinung nach könnte Sofie mehr aus sich heraus gehen, deshalb auch nur 4 Punkte. Ich empfehle Sofies Welt jedem, der sich in die Welt der Philosophen einlesen möchte.